Teilentladungsanalyse an Leistungstransformatoren

Teilentladungen (TE) sind gemäß IEC 60270 als lokale dielektrische Durchschläge in einem kleinen Teil eines festen oder flüssigen elektrischen Isolationssystems bei hoher Spannungsbeanspruchung (Hochspannung) definiert. Teilentladungen führen zu einer stetigen Verschlechterung der Isolation und können einen vollständigen elektrischen Durchschlag verursachen. Deshalb muss der einwandfreie Zustand der Isolation von Hochspannungseinrichtungen mithilfe der Teilentladungsanalyse sowohl bei der Herstellung als auch bei der Inbetriebnahme und während der gesamten Betriebsdauer überprüft werden.

Bei Leistungstransformatoren können Teilentladungen zu einer Korrosion der festen Isolationsmaterialien führen, was schließlich den Ausfall des betroffenen Betriebsmittels verursachen kann. Teilentladungen können auch eine Zersetzung und Verunreinigung des Isolationsöls verursachen, sodass die Isolationseigenschaften des Öls nicht mehr gewährleistet sind. Daher ist eine Messung der Teilentladungen von Transformatoren sowohl bei der Inbetriebnahme als auch bei größeren Reparaturen äußerst wichtig.

Mittels TE-Messungen kann der Alterungszustand von Transformatoren bestimmt werden, was wiederum Rückschlüsse auf die zu erwartende verbleibende Lebensdauer zulässt. Hier können sogenannte PRPD-Diagramme (Phase-Resolved Partial Discharge Patterns) oder Fingerprints (Fingerabdrücke) helfen, die Art des Fehlers festzustellen und die Quelle der Teilentladungen zu lokalisieren.

Zudem gibt es die Möglichkeit über die akkustische Laufzeitdifferenzenmessung TE-Quellen in Transformatoren zu lokalisieren.

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