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Gewährleistung der Funktionsfähigkeit unterirdischer Kabelsysteme

16. März 2022

Hydro-Québec implementiert ein mehrstufiges Verfahren zur Erkennung von Teilentladungen in seinen unterirdischen Mittelspannungskabelsystemen.

Unterirdische Mittelspannungskabelsysteme sind ein wichtiger Bestandteil des elektrischen Verteilungsnetzes. Wie jedes andere elektrische System auch unterliegt die Isolierung dieser unterirdischen Kabelsysteme Alterungsprozessen. So wurden beispielsweise in den 1970er- und 1980er-Jahren in Nordamerika viele unterirdische Kabel aus vernetztem Polyethylen (XLPE) verlegt, deren voraussichtliche Lebensdauer mit 30 bis 40 Jahren angegeben wurde. Daher sind Versorgungsunternehmen heute vielerorts mit unterirdischen Verteilungssystemen konfrontiert, die theoretisch das Ende ihrer Lebensdauer erreicht oder aber schon überschritten haben.

Diagnoseprüfungen helfen, den Zustand von Betriebsmitteln im Netzwerk zu bewerten

Der Austausch aller Komponenten und Zubehörteile, die ihre theoretische Lebensdauer erreicht haben, stellt weder aus wirtschaftlichen noch aus praktischen Gründen eine Option dar. Daher ist es gängige Praxis, den Zustand kritischer Betriebsmittel im Netzwerk anhand von Wartungs- und Diagnoseprüfungen zu bewerten. Angesichts des herrschenden Personalmangels und knapper Finanzmittel ist es für viele Versorgungsunternehmen eine echte Herausforderung, jede elektrische Komponente regelmäßig zu prüfen.

Teilentladungen sind eine häufige Ursache für Alterungserscheinungen

Das für die Stromverteilung zuständige Team des kanadischen Versorgungsunternehmens Hydro-Québec stellte vor Kurzem fest, dass die meisten Betriebsstörungen in seinem unterirdischen Verteilungsnetz an Kabelmuffen auftraten. Eine häufige Ursache für Alterungserscheinungen bei diesem Kabelzubehör waren Teilentladungen (TE).

Hydro-Québec Distribution implementierte daher ein gründliches Inspektionsverfahren, um die Ausfallrate in seinem unterirdischen Verteilungsnetz zu verringern. Neben verschiedenen anderen Tools wurde ein mehrstufiger TE-Detektionsansatz eingeführt, um weniger häufig Spezialist:innen an die entsprechenden Orte schicken zu müssen.

Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel (in Englisch)

Mathieu Lachance, Application Engineer bei OMICRON, und die Ingenieure Michel Trépanier, Claude Tremblay und Lionel Reynaud von Hydro-Québec Distribution haben für das Magazin T&D World einen gemeinsamen Artikel zu diesem Thema verfasst. Sie beschreiben, wie Hydro-Québec durch TE-Messungen in die Lage versetzt wurde, nicht nur bei alterndem unterirdischem Zubehör, sondern auch bei neu im Netz installierten Komponenten dielektrische Anomalien zu erkennen. Die Vorteile eines solchen mehrstufigen Ansatzes für die TE-Detektion beim unterirdischen Kabelsystem wird anhand mehrerer Fallbeispiele erläutert.

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