Lernen Sie Fabian Öttl kennen – Unseren Produktmanager für rotierende Maschinen

21. Juni 2017

Fabian Öttl ist Produktmanager für die Prüfung und Monitoring rotierender elektrischer Maschinen bei OMICRON. Wir haben ihn kürzlich zu seinem Beruf, der Bedeutung von Maschinenprüfungen und den Verfahren befragt, mit denen OMICRON jeden Tag Ingenieure bei der Beurteilung des Zustands und der Zuverlässigkeit von Maschinen unterstützt.

Weshalb ist die regelmäßige elektrische Prüfung von rotierenden Maschinen so wichtig?

FO: Während der Werkabnahmeprüfung und der Inbetriebnahme weisen elektrische Prüfungen die Qualität des Materials und die Performance der Maschine nach. Bei Erzeugern elektrischer Energie, sowie in Industrieanlagen unterstützen elektrische Prüfungen und TE-Monitoring Ingenieure dabei, kostspielige, nicht geplante Ausfälle zu vermeiden, Ressourcen zu verwalten und Instandhaltungszeiten für Maschinen im Betrieb effizienter zu planen. Zu guter Letzt verlassen sich Dienstleister auf elektrische Prüfungen und TE-Monitoring, um zu ermitteln, ob Maschinenreparaturen erfolgreich durchgeführt wurden, und um langfristig  den Zustand des Betriebsmittels sicher zu stellen.

Gibt es besondere Trends, mit denen die Bedeutung der Prüfung rotierender Maschinen vorangetrieben wird?

FO: Der Markt hat in den letzten zehn Jahren einen Anstieg in der Prüfung und TE-Monitoring verzeichnet. Zum einen ist dies teilweise auf die Tatsache zurückzuführen, dass sich das Verhalten der Maschinen während des Betriebs geändert hat. Zum Beispiel sind die Starts und Stopps pro Jahr auf Grund der veränderten Marktsituation gestiegen. Dies belastet die Maschinen mehr, als während ihrer Auslegung vorhergesehen war. Darüber hinaus ist ein Trend zur Optimierung erkennbar, wodurch kaum noch Reserven in der Auslegung eingeplant werden. Und zu guter Letzt zwingt die Preisgestaltung auf dem Markt den Betreiber, sich weg von einer zeitbasierten hin zu einer optimierten zustandsbasierten Instandhaltung zu orientieren.

Auf welche Prüfungen an rotierenden Maschinen konzentriert sich OMICRON?

FO: Wir konzentrieren uns auf die elektrische Prüfung der Wicklung und Wicklungsisolation von Ständern und Läufern von Motoren und Generatoren. Diese Prüfungen umfassen unter anderem einfache Prüfungen des Wicklungswiderstands und Messungen der Kapazität sowie des Verlustfaktors, aber auch komplexere Analysen von Teilentladungen. Die meisten Prüfungen bieten wir für die Stator-Wicklung an, da dies der wichtigste Teil der Maschine ist und seine Isolation den höchsten Belastungen (elektrisch, aber auch thermisch oder mechanisch) standhalten muss.

An welchen Typen von rotierenden Maschinen werden diese elektrischen Prüfungen durchgeführt?

FO: Grundsätzlich an jeder Maschine. Von Niederspannungsmotoren bis zu den größten Hydrogeneratoren mit einem Innendurchmesser von mehr als 15 Metern oder Turbogeneratoren von Atomkraftwerken mit einer Nennspannung bis 27 kV. Die Prüfung von industriellen Hochspannungsmotoren hat ebenfalls zunehmend an Bedeutung gewonnen, da ein nicht geplanter Ausfall dieser Maschinen eine gesamte Produktionsstraße lahmlegen kann.

Lesen Sie das gesamte Interview227 kB

"Elektrische Prüfungen und TE-Monitoring unterstützen Ingenieure dabei, kostspielige, nicht geplante Ausfälle zu vermeiden, Ressourcen zu verwalten und Instandhaltungszeiten für Maschinen im Betrieb effizienter zu planen.”

(Fabian Öttl, Produktmanager für rotierende elektrische Maschinen)

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