Magazin | Ausgabe 2 2024 Bild 3: Mit RelaySimTest demonstriert Ronald Jogaib seinen Kunden das korrekte Verhalten der SEL-Schutzgeräte in Fehlerfällen. zeuge muss man in kurzer Zeit vernünftig verwenden können. Und mit OMICRON ist das zum Glück der Fall. Anders ausgedrückt: Wenn eine Software nicht intuitiv bedienbar ist, dann wurde sie mit Sicherheit nicht von OMICRON gemacht. Was ich an RelaySimTest übrigens auch faszinierend finde: Für uns Schutztechniker:innen ist es normalerweise schwierig, alle nötigen Daten bereitzustellen, damit eine Prüfsoftware die Vorgänge in transienten Systemen realitätsnah abbilden kann. Hier ist die OMICRON-Prüflösung wirklich einzigartig: Nur wenige Parameter, die man üblicherweise sogar dem Typenschild entnehmen kann, reichen aus, um eine exzellente Simulation zu erhalten, die dem realen Fall sehr, sehr nahekommt. Deshalb ist RelaySimTest für mich alternativlos. Es gibt meines Erachtens keine vergleichbare Lösung am Markt. Heute beschäftigst du dich als Applikationsingenieur bei einem Relaishersteller mit anderen Themen als früher. Warum bist du der Software treu geblieben? Ich übe eine andere Tätigkeit aus, ja. Aber auch für uns als Hersteller ist RelaySimTest sehr hilfreich. Ich demonstriere bei unseren Kunden mit einer Systemsimulation, wie sich unsere Schutzgeräte bei Fehlern in IEC61580-Umgebungen verhalten – zum Beispiel, wenn eine Sättigung vorliegt (Bild 3). Oder ich zeige, dass ein Kommunikationsausfall, bei dem die Merging Unit keine Sampled-Values-Streams mehr sendet, nicht gleich zu einer Schutzauslösung führt. Und dass das Schutzgerät nicht blockiert, einen Fehler sicher erkennt und den Schutz auslöst, wenn die Kommunikation im Anschluss wieder funktioniert. Das ist für unsere Kunden sehr beruhigend. Bei manch einer Kundenpräsentation war ich offenbar derart enthusiastisch, dass ich sogar schon gefragt wurde, ob ich das Relais oder nicht doch die Software verkaufen möchte (lacht). Und auch bei diesen Simulationen finde ich die Bedienung so toll. Wenn ich Prüfsignale über GOOSE und Sampled Values ausgebe, kann ich einfach die Datenströme der CMCs verändern, indem ich z. B. grafisch Leistungsschalter öffne oder schließe. Da ist kein manuelles Anpassen einzelner Bits in den Datenströmen nötig. Es macht einfach Spaß, mit OMICRON zu arbeiten. Und damit meine ich nicht nur die Hard- und Software. Die Unterstützung durch die Expert:innen liefert zur ohnehin sehr guten Prüflösung einen wirklich außergewöhnlichen Mehrwert für meine Arbeit. Das hat ja mit persönlichen Beziehungen und Vertrauen zu tun. Was hat sich daran geändert, nachdem du den Kontinent gewechselt hast? Ich habe wohl das Land und das Unternehmen gewechselt. Aber die Zusammenarbeit ist nach wie vor hervorragend. OMICRON ist immer bestrebt, eine tiefgründige Kund:innenbeziehung zu pflegen. Das spürt man, und das ist großartig. Wenn ich in einer Situation Hilfe benötige, sende ich eine E-Mail an den Support und erhalte schnell eine fundierte Antwort. Oder ich rufe einfach an und wir sprechen direkt über die Thematik. Das ist hier in Australien noch genauso wie früher in Brasilien. Mit chirurgischer Präzision haben mir die OMICRON-Spezialist:innen bei herausfordernden Situationen mit der SampledValues-Konfiguration und -Synchronisation geholfen, die ich während der Einrichtung hatte. Und sogar während der Osterfeiertage konnte ich mich an den Support wenden. Ein OMICRON-Kollege, mit dem ich in Südamerika regelmäßig in Kontakt war, unterstützt mich übrigens auch heute noch mit seinen guten Erklärungen – vom anderen Ende der Welt. Das sind für mich echte Highlights. Herzlichen Dank für das Interview! Vielen Dank für die Gelegenheit, über diese großartige Software zu sprechen, die Schutztechniker:innen hilft, ihr Wissen zu erweitern. 17
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