Magazin | Ausgabe 1 2024 Der Standort Ludwigshafen der BASF stellt das größte zusammenhängende Chemieareal der Welt dar. Es umfasst eine Fläche von 8 km2 und rund 39 000 Mitarbeiter:innen. Neben einem Anschluss an das Netz von Amprion verfügt der Standort über drei eigene Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von rund einem Gigawatt. Derzeit werden auf dem gesamten Areal etwa sechs Terrawattstunden an Energie pro Jahr und eine durchschnittliche elektrische Leistung von 750 Megawatt benötigt, bei einer Leistungsdichte von etwa 100 MW/km2. Die Stromversorgung des Geländes umfasst: › > 20 Anlagen im Übertragungsnetz › > 160 Anlagen im Verteilnetz › > 4 900 Schaltfelder › > 6 400 Schutzgeräte Verschiedene Gerätegenerationen, -hersteller und -typen als auch der Einsatz verschiedener Schutzkonzepte tragen zusätzlich zur bereits komplexen Ist-Situation bei. Der Aufwand für die Wartung der gesamten Anlageninfrastruktur ist entsprechend hoch und herausfordernd. Allerdings bietet der schiere Umfang auch ein enormes Potential für Optimierungen in Bezug auf die Prüfstrategie und -abläufe. Im Bestreben mit den verfügbaren Ressourcen die bisherigen Aufgaben im Bereich der Schutztechnik auf eine neues Niveau zu heben, haben Svenja Rogalski und Christian Schumacher mit ihrem Team die Situation im Detail analysiert und ein ambitioniertes Projekt initiiert. Gemeinsam mit uns hat das Projektteam darauf aufbauend eine neue Daten- und Prüfstrategie erarbeitet. Die Ziele wurden klar definiert: › Einerseits soll die Basis für eine höhere Daten- und Prüfqualität geschaffen werden, um damit die Effizienz der eingesetzten Ressourcen zu erhöhen. › Andererseits soll die Entstörung und der Netzausbau für die bevorstehende Energietransformation mit dem bestehenden Team ermöglicht werden. Im Mittelpunkt steht dabei unsere DatenmanagementLösung ADMO, die eine einfache Verwaltung von Betriebsmitteln, Konfigurationen, Prüfvorlagen sowie -ergebnissen ermöglicht und deren Qualität sicherstellt. Keine Transformation ohne Herausforderungen Bei der oben beschriebenen Situation handelt es sich allerdings nur um die Ausgangslage. BASF hat sich für die kommenden Jahrzehnte das unternehmensweite Ziel gesetzt seine Treibhausgasemissionen auf Netto-Null zu reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die elektrische Anschlussleistung auf einen Durchschnittswert von 1,5 Gigawatt verdoppelt werden. Damit verbunden sind Herausforderungen sowohl für die Bereitstellung, die Übertragung als auch für die Verteilung der Energie. Der hohe Bedarf ergibt sich aus dem angestrebten Technologiewechsel, um die CO2-Emissionen zu reduzieren. In Zukunft wird BASF auf industrielle Wärmepumpen und Kompressoren, sowie elektrisch beheizte »Das Team war mit vollem Einsatz dabei und der Spaß beim Schutzprüfen war wieder deutlich zu spüren. Die Möglichkeit die neuen Abläufe selbst mitzugestalten, hat alle angetrieben.« Christian Schumacher, BASF 11
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