Steamcracker-Öfen setzen. Für die CO2-neutrale Erzeugung von Wasserstoff kommen zwei Verfahren zum Einsatz: Wasser-Elektrolyse und Methanpyrolyse. Die Energie-Infrastruktur muss dafür entsprechend wachsen. Der Neu- und Ausbau bestehender Netze und Schaltanlagen auf dem BASF-Gelände ist daher eine notwendige Voraussetzung. Eine Konsequenz sind viele zusätzliche Betriebsmittel, die nicht nur in Betrieb genommen, sondern anschließend auch alle fünf Jahre gewartet werden müssen. Ablauf der bisherigen Prüfstrategie Während der Vorbereitung nahm das Projektteam zuerst die bestehende Prüfstrategie unter die Lupe. Bisher wurden Schutzprotokolle aus MS Excel-Vorlagen erstellt, die in einem Formular sowohl das Einstellblatt als auch das Prüfprotokoll zusammenführten. Die Befüllung dieser MS Excel-Vorlagen erfolgte teilautomatisiert mithilfe der Betriebsmitteldatenbank. Alle Grunddaten, wie Schutzgerätetyp, Wandlerverhältnis etc., für den jeweils zu prüfenden Fall wurden kontrolliert und in der Regel per Email an die Prüfer:innen versendet. Das finale Schutzprotokoll wurde anschließend vom Prüfpersonal in ausgedruckter Form mit in die Anlage genommen. Das jeweilige Teammitglied führte die Prüfung durch, hielt die entsprechenden Werte im Schutzprotokoll fest und unterschrieb dieses am Ende von Hand. Anschließend wurde das Dokument eingescannt und in der Betriebsmitteldatenbank abgelegt. Die bisherige Prüfstrategie beinhaltete folgende Nachteile: › unterschiedliche Prüfprozesse zwischen den zuständigen Prüfteams für Übertragungs- und Verteilnetz › fehlende Toleranzvorgaben bei den Prüfpunkten › sehr wenige Prüfpunkte › generelle Unsicherheiten in Bezug auf Prüfablauf und -ergebnisse bei den Schutzprüfer:innen › unvollständige Qualitätssicherung der vielen manuellen Arbeitsprozesse › keine verlässliche Datenquelle aufgrund einer fehlenden einheitlichen und nachvollziehbaren Dokumentation Weichenstellung für die Zukunft Bei der Erarbeitung der neuen Prüfstrategie auf Basis von ADMO standen Stefan Schöner und Michael Albert von OMICRON dem Projektteam beratend zur Seite. Der Fokus lag dabei auf der Sicherstellung einheitlicher Arbeitsprozesse über alle Prüfteams hinweg und ganz allgemein auf einer Steigerung der Datenqualität. Beides Bereiche in denen unsere DatenmanagementLösung ADMO in Kombination mit Test Universe und den CMCPrüfgeräten die Endanwender:innen optimal unterstützen kann. Auf dieser Basis wurden und werden im Rahmen des noch laufenden Projektes für den ganzen Standort einheitliche Schutzprüfungen definiert. Diese sind für alle Teams leicht nachvollziehbar, da detailliert ausgearbeitete Prüfvorlagen und -anleitungen zur Verfügung stehen. Zusätzlich können diese im weiteren Verlauf mit bereits durchgeführten Prüfungen eins zu eins verglichen werden. Schon nach kurzer Zeit zeigte sich, dass die vorhandenen Unsicherheiten unter den Schutzprüfer:innen abnahmen. Als zentraler Ablageort stellt ADMO alle notwendigen Relais- und Prüfdokumente zur Verfügung. Ebenso entfällt eine händische Erfassung von Prüfergebnissen. Diese werden mit der zentralen ADMO-Datenbank automatisch synchroniSchematische Struktur des Stromnetzes am Standort Ludwigshafen 220 kV 220 kV Verbraucher 400 V, 500 V, 690 V Verbraucher Verbraucher 20 kV 10 kV 6 kV 110 kV BASF Werk M M M M M M BASF-Kraftwerke zur eigenen Dampf- und Stromproduktion Einspeisung aus dem externen Verbundnetz 12
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