Magazin | Ausgabe 1 2024 siert und sicher abgelegt, sobald sich die Prüfenden mit dem Firmennetzwerk verbinden. Durch den Wegfall manueller Eingriffe wird die daraus entstehende Datenbasis und die Aussagekraft darauf basierender Datenanalysen verbessert. In der Zukunft ermöglicht der Vergleich einheitlich erhobener Daten zudem fundiertere Aussagen über die Entwicklung und den Zustand der Betriebsmittel. Weitere Vorteile kommen bei BASF in der Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern zum Tragen: › Sowohl bei Inbetriebnahme- als auch Wiederholungsprüfungen lassen sich Projektdaten sicher, nachvollziehbar und vollständig übergeben. › Die Leistungsbeschreibung und der Umfang der gewünschten Prüfungen können anhand von Vorlagen und Protokollen eindeutig vorgegeben werden. › Sämtliche Änderungen sind umfassend und zuverlässig dokumentiert. Die Erarbeitung einer neuen Prüfstrategie, wie bei BASF, ist initial immer mit einem gewissen Aufwand verbunden. Sie generiert aber sehr schnell erhebliche Vorteile, insbesondere hinsichtlich effizienterer Abläufe bei der Vorbereitung, Durchführung und Dokumentation von Prüfungen. Bereit für Phase 3 Die Umsetzung des Projekts wurde in drei Phasen untergliedert. Die Phasen 1 und 2 hat BASF bereits erfolgreich gemeinsam mit uns umgesetzt. Im Mittelpunkt stand die Erhebung der Ist-Situation inklusive des Wissensstands der Belegschaft, der Wissenstransfer und die Ausarbeitung der ersten Applikationsvorlagen. Mit unseren Schulungen zu den Grundlagen der Schutztechnik, Definition einer Prüfspezifikation und unseren Empfehlungen zu Prüfstrategien, brachten wir alle Schutztechniker:innen auf den gleichen Wissensstand. Auf dieser Basis erfolgte im Anschluss die Erarbeitung der Prüfvorlagen in mehreren Arbeitsgruppen. Für das Verteilnetz wurden Prüfvorlagen für AMZ/UMZ-, Leitungsdifferential- und Motorschutz erstellt. Für das Übertragungsnetz stehen inzwischen Vorlagen für den Distanz-, Trafo-Differential- und Sammelschienenschutz zur Verfügung. In der laufenden Projektphase 3 treibt BASF die Umsetzung der neuen Prüfstrategie bereits komplett eigenständig voran und inkludiert weitere Schutztypen und -geräte. Unsere Expert:innen stehen auch in dieser Phase zur Verfügung und unterstützen bei Bedarf. Wenn Schutzprüfen wieder Spaß macht Die sehr guten Ergebnisse haben gezeigt, wie hoch die Motivation in den Arbeitsgruppen war, mitanzupacken und etwas zu verändern. Besonders hat uns gefreut, dass der Erfahrungsaustausch und das Wissen das wir weitergeben konnten, die Unsicherheit bei der täglichen Arbeit reduziert hat. Laut Christian Schumacher ist auch der Spaß beim Schutzprüfen unter den Mitarbeiter:innen wieder deutlich zu spüren. Und nicht zuletzt haben das Projekt und der Einsatz von ADMO dazu geführt, dass mit Schutz-, Prüf- und Parametrierdaten bei BASF bewusster umgegangen wird. Bis zur Erreichung des Netto-Null-Ziels sind es noch etliche Jahre. Für die kommenden Herausforderungen ist BASF mit der neuen Daten- und Prüfstrategie jedoch schon heute gut gerüstet. 13
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