In dieser Folge wird die Norm EN 50522 für Erdungssysteme und deren neueste Fassung beleuchtet.

Erdungssysteme verbinden bestimmte Teile eines elektrischen Versorgungssystems, typischerweise die leitfähigen Oberflächen der Anlagen, aus Sicherheits- und Funktionsgründen mit der Erde. In europäischen Ländern wird der Begriff „Earthing“ verwendet, während in Nordamerika und anderen Ländern weltweit der Begriff „Grounding“ gebräuchlich ist. 

In dieser Folge diskutieren die Erdungsexperten Christian Raunig und Theodor Conner die Entwicklung der Norm EN 50522 in Europa, die Arbeit der Normungsgremien zur Minimierung nationaler Abweichungen sowie die darin enthaltenen Leitlinien für die Auslegung und Errichtung von Erdungssystemen. 

Christian Raunig ist seit 2018 als Asset Manager:in bei der Austrian Power Grid AG und als Übertragungsnetzbetreiber tätig. Sein Schwerpunkt liegt auf Erdungs- und Störungsfragen. Neben seiner Mitarbeit in nationalen und europäischen Normungsgremien zu Erdungsfragen ist Christian Vorsitzender und Vertreter in Ausschüssen zur Neutralpunktbehandlung und Erdung.

Theodor Connor ist seit über 39 Jahren für die Siemens AG an Netzplanungsprojekten im In- und Ausland tätig. Er war weltweit an der Planung von Übertragungs- und Verteilungsnetzen, der Planung und Analyse von Erdungssystemen sowie der Untersuchung größerer Netzstörungen und Blackouts beteiligt. Theodor hatte führende Positionen in nationalen und internationalen Gremien inne, darunter DKE, CIRED, CIGRE, IEEE, CENELEC und Internationale Elektrotechnische Kommission.

Weitere Informationen zur Erdung
„Erdungssysteme sind für die persönliche Sicherheit und die Zuverlässigkeit der Systeme unerlässlich.“

Christian Raunig

Asset Manager:in, Austrian Power Grid AG

„Standardisierung ist ein fortlaufender Prozess, daher handelt es sich eher um eine Evolution als um eine Revolution.“

Theodor Connor

Senior Consultant, MTC Energy

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