Übersicht

Das Schwachstellen-Management in der OT ist anders

OT- und ICS-Systeme – Schutzrelais, SCADA-Komponenten und Gateways – sind in der Regel jahrzehntelang im Einsatz. Die Durchführung von Software-Updates und Konfigurationsänderungen kann geplante Ausfälle, die Abstimmung mit Anbietern und behördliche Überprüfungen erfordern, wobei Fehlerbehebungen unter Umständen nicht verfügbar sind.

Aus diesem Grund geht es beim OT-Schwachstellen-Management nicht darum, jede Schwachstelle zu beseitigen, sondern fundierte, risikobasierte Entscheidungen zu treffen, die Cyber Security, Sicherheit und Betriebskontinuität in Einklang bringen.

Zu den wichtigsten Grundsätzen gehören die Identifizierung von Schwachstellen, die für eingesetzte OT-Systeme relevant sind, die Bewertung von Risiken auf der Grundlage von Verfügbarkeit und Sicherheit sowie die Priorisierung von Schutzmaßnahmen auf Grundlage der betrieblichen Auswirkungen.

Das OT-Schwachstellen-Management ist keine rein technische Aufgabe, sondern ein strukturierter Risikomanagementprozess.

Herausforderungen

Risiken und Verantwortlichkeiten für OT-Netzwerke

Die zunehmende Digitalisierung, gezielte Angriffe auf OT-Systeme und regulatorische Anforderungen machen die Erkennung und das risikobasierte Management zu einer Priorität.

Erweiterte Angriffsfläche

Fernsteuerung und dezentrale Energiequellen führen zu einer erhöhten Anfälligkeit des Netzwerks und zu domänenübergreifenden Risiken.

OT-spezifische Bedrohungen

Angreifende nutzen vorhersehbares OT-Verhalten aus; eine verspätete Erkennung verlängert die Verweildauer und verstärkt die Auswirkungen auf den Betrieb.

Regulierungsdruck

Richtlinien wie NIS2 und nationale Detektionsvorschriften verlangen eine dokumentierte Erkennung mit Nachweisen.

Betriebliche Einschränkungen

Lange Lebenszyklen von Betriebsmitteln und begrenzte Zeitfenster für Patches schränken die Möglichkeiten zur Fehlerbehebung oft ein.

Schutzmaßnahmen

Stärken Sie Ihr Vertrauen in die OT-Sicherheit

Verständliche OT-Risiken

Ein effektives Schwachstellen-Management im OT-Bereich bedeutet, kritische Schwachstellen zu identifizieren, zu bewerten und bei Bedarf zu beheben. Um Risiken sichtbar und beherrschbar zu machen, müssen Sicherheitshinweise präzise den vorhandenen OT-Geräten zugeordnet werden, wobei deren Kritikalität zu berücksichtigen ist.

Transparenz der OT-Assets

Ein präzises OT-Asset-Inventar, das alle OT-Geräte im Netzwerk erfasst, ist für die Bewertung der Schwachstellen von entscheidender Bedeutung. Diese Transparenz ermöglicht es Ihnen, Bedrohungen konkreten Komponenten zuzuordnen und nicht autorisierte Geräte zu erkennen. Zudem unterstützt es die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und bietet eine solide Grundlage für die Priorisierung von Risiken.

Proaktive OT-Verteidigung

Die Kenntnis der tatsächlichen Bedeutung von Sicherheitslücken und ihrer Dringlichkeit ermöglicht eine optimale Planung und die frühzeitige Umsetzung von Gegenmaßnahmen. Wenn das Patchen von Sicherheitslücken nicht möglich ist, können alternative Maßnahmen wie die Erkennung von Anomalien eingesetzt werden, um Angriffe, die auf diese Sicherheitslücken abzielen, sofort zu erkennen.

Lebenszyklus-Resilienz

Das Schwachstellen-Management kann in allen Phasen eines Stromnetzes zur Widerstandsfähigkeit und langfristigen Einhaltung von Vorschriften beitragen: in der Planungsphase (Validierung der geplanten Konfigurationen), in der Inbetriebnahmephase (Ermittlung anfänglicher Sicherheitslücken), im Betrieb (Überwachung von Änderungen und neu auftretenden Risiken) sowie in der Wartungsphase (Bewertung von Abwehrmaßnahmen).

Empfohlene Lösungen

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Bedrohungen für Ihr System erkennen und bekämpfen

StationGuard Sensor und StationGuard GridOps ergänzen sich gegenseitig, um ein nachhaltiges Schwachstellen-Management im OT-Bereich zu gewährleisten. Während StationGuard Sensor Transparenz hinsichtlich der Assets und der Kommunikation schafft, verwaltet GridOps diese Erkenntnisse und unterstützt eine strukturierte Bewertung der Betriebsrisiken. Man könnte sagen, sie sind die Augen und das Gehirn, die Sicherheitsentscheidungen für OT-Umgebungen herbeiführen und koordinieren.

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Anwendungsfelder

Wo diese Anwendung zum Einsatz kommt

Das Schwachstellen-Management unterstützt verschiedene Branchen dabei, eine sichere und zuverlässige Leistungsfähigkeit des Stromnetzes zu gewährleisten. Dieser Überblick zeigt Ihnen, wo diese Anwendung typischerweise zum Einsatz kommt.

Unterstützende Dienstleistungen

Fachwissen für Ihre OT-Sicherheit

Unser Fachwissen im Bereich OT-Cyber-Security ist speziell auf industrielle Umgebungen zugeschnitten. Stärken Sie Ihre OT-Cyber-Security, indem Sie sich von unseren Expert:innen beraten lassen.

Erfolgsgeschichte

Wenn das Stromnetz zehn Tage lang ausfällt, bricht Anarchie aus. Bei diesem Projekt ging es darum, sich auf solche kritischen Szenarien vorzubereiten.

Vetle Norman

System Engineer, Glitre Nett

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Energy Talks

Verwandte Podcast-Folgen

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OMICRON Cybersecurity Website

Erfahren Sie mehr über Schwachstellen-Management

Besuchen Sie omicroncybersecurity.com, um noch mehr Informationen über unsere Angebote zum OT-Schwachstellen-Management zu erhalten. Erfahren Sie, wie ein strukturierter, risikobasierter Ansatz dabei hilft, Schwachstellen in Ihrer OT-Umgebung zu identifizieren und in den richtigen Kontext zu setzen, Schutzmaßnahmen zu priorisieren und kritische Systeme zu schützen, ohne den Betrieb zu beeinträchtigen.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Sie finden nicht, wonach Sie suchen? 

Warum benötigen Sie ein ordnungsgemäßes OT-Asset-Inventar?

Ein ordnungsgemäßes Asset-Inventar der OT-Ressourcen bildet die Grundlage für eine wirksame Cyber Security. Ohne genaue Kenntnisse über jedes einzelne Gerät – einschließlich Typ, Hardware, Firmware-Version und Topologie des Netzwerks – fehlt Ihnen die Präzision, um zu erkennen, welche Schwachstellen Ihre Infrastruktur beeinträchtigen. Allgemeine Schwachstellen-Alarme verursachen nur unnötige Ablenkung; ein präzises Asset-Inventar stellt sicher, dass nur relevante Bedrohungen gemeldet werden. Es entspricht zudem Vorschriften wie NIS2 und verbessert die Reaktioseffizienz auf Vorfälle, indem es Assets mit Techniker:innen und Ticket-Workflows verknüpft. Kurz gesagt: Man kann nicht verhindern, was man nicht kennt. 

Besuchen Sie unsere Cyber-Security-Website für weitere Informationen zu den bewährten Methoden, mit denen wir Ihre Asset-Daten unterstützen: https://www.omicroncybersecurity.com/de/loesungen/ot-ics-asset-inventar 

Inwiefern unterscheiden sich die Ansätze fürs Risikomanagement zwischen IT und OT?

Das IT-Risikomanagement räumt der Vertraulichkeit Vorrang ein, indem es Daten vor unbefugtem Zugriff schützt. Bei der OT sind die Prioritäten grundlegend umgekehrt: Sicherheit und Verfügbarkeit stehen an erster Stelle. Ein anfälliges OT-Gerät in einer Schaltanlage kann nicht einfach für die Installation von Patches vom Netz genommen werden, ohne die Netzstabilität zu gefährden. IT-Teams führen häufige, automatisierte Updates durch, während OT-Teams ihre Maßnahmen um Betriebsfenster herum planen müssen, was manchmal monatelange Wartezeiten erfordert. Diese unterschiedliche Denkweise führt dazu, dass IT-gesteuerte Prozesse des Schwachstellen-Managements in OT-Umgebungen oft scheitern, wenn sie die betrieblichen Echtzeit-Einschränkungen und die Auswirkungen auf die physische Sicherheit nicht berücksichtigen. Deshalb ist eine Lösung, die nur wirklich relevante Schwachstellen anzeigt, für OT so wertvoll.

Was sind einige häufige Herausforderungen beim Umgang mit OT-Sicherheitslücken?

Der Umgang mit OT-Sicherheitslücken im Stromnetz ist eine Herausforderung, da die meisten Scan-Tools aufgrund ihres umfassenden Erfassungsbereichs selbst die unwahrscheinlichsten Schwachstellen melden, was zu einem Übermaß an irrelevanten Meldungen führt. Ohne ein genaues Asset-Inventar, das Firmware-Versionen und Gerätetypen umfasst, können Betreiber nicht feststellen, welche Schwachstellen ein ernsthaftes Risiko darstellen. Zudem erfordert das Patchen von OT-Systemen geplante Ausfälle, die Koordination mit Anbietern und umfangreiche Prüfungen, was eine schnelle Behebung nahezu unmöglich macht. Ältere Geräte mit einer Lebensdauer von 15 bis 25 Jahren erschweren die Situation zusätzlich, da Anbieter möglicherweise keine Patches mehr bereitstellen.

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