Erneuerbare Energien
Eine strahlende Zukunft für erneuerbare Energien
Die Transformation des Energiesystems hin zu erneuerbaren Energien verändert die Stromnetze weltweit. Windkraft-, Photovoltaik- und Batteriespeichersysteme (BESS) müssen sicher integriert und über ihren gesamten Lebenszyklus zuverlässig betrieben werden. Mit unserem ganzheitlichen Lösungsportfolio für die Diagnose von Primärbetriebsmitteln, Schutzprüfungen, die Inbetriebnahme von Umspannwerken und Cybersicherheit unterstützen wir Sie dabei.
Zuverlässiger Betrieb dezentraler Erzeugungsanlagen
Der Bereich der erneuerbaren Energien umfasst die Erzeugung und Einspeisung von Strom aus nicht-fossilen Energiequellen über weit verteilte, dezentrale Erzeugungsanlagen. Als wichtiger Partner unterstützen wir Sie mit tragbaren, robusten und automatisierten Prüflösungen. Damit können Sie die Interoperabilität Ihrer Systeme zuverlässig überprüfen sowie komplexe Schutzprüfungen am Netzanschlusspunkt (Point of Common Coupling, PCC) und bei der Instandhaltung dezentraler Erzeugungsanlagen durchführen.
Zentrale Anwendungsbereiche
Um die langfristige Zuverlässigkeit dezentraler Erzeugungsanlagen und die Einhaltung der Netzanschlussanforderungen sicherzustellen, stehen folgende Themen im Mittelpunkt:
Netzstabilität trotz rasanten Ausbaus
Um einen stabilen und zuverlässigen Netzbetrieb sicherzustellen, müssen Netzanschlussanforderungen – beispielsweise die Low-Voltage-Ride-Through-Fähigkeit (LVRT) – sowie Schutz-, Regelungs- und Leittechniksysteme umfassend geprüft und verifiziert werden.
Unentdeckte Fehler oder fehlerhafte Einstellungen können lokale Störungen verursachen, die sich auf größere Netzbereiche ausweiten. Gleichzeitig erhöht die zunehmende Vernetzung von Windkraft-, Photovoltaik- und Batteriespeicheranlagen das Risiko von Cyberangriffen. Um die Stabilität und Sicherheit des Stromnetzes auch bei einem schnellen Ausbau erneuerbarer Energien langfristig zu gewährleisten, sind leistungsfähige Prüf-, Diagnose- und Cybersicherheitslösungen unverzichtbar.
Einhaltung internationaler Normen und Netzanschlussrichtlinien
Dezentrale Erzeugungsanlagen müssen je nach Technologie, Netzebene und Region unterschiedliche Netzanschlussanforderungen, technische Normen und Cybersicherheitsvorgaben erfüllen. Standardkonforme Prüf- und Monitoringlösungen unterstützen Betreiber dabei, die geforderte Funktionalität nachzuweisen, Fehler frühzeitig zu erkennen und einen sicheren sowie zuverlässigen Netzbetrieb während der Inbetriebnahme und im laufenden Betrieb zu gewährleisten.
Zu den relevanten internationalen und regionalen Regelwerken zählen beispielsweise:
- IEEE 1547: Anforderungen an die Netzanbindung und Interoperabilität dezentraler Erzeugungsanlagen in Nordamerika
- IEC TS 62786: Allgemeine technische Anforderungen für den Anschluss dezentraler Energieressourcen an Stromnetze
- IEC 61400-25: Kommunikationsmodelle und Schnittstellen für die Überwachung, Steuerung und Zustandsbewertung von Windkraftanlagen und Windparks
- EU Requirements for Generators: Europäischer Rahmen für den Netzanschluss von Stromerzeugungsanlagen
- Nationale Grid Codes: Länderspezifische Anforderungen, beispielsweise an Frequenz- und Spannungsverhalten, Fault Ride Through sowie Wirk- und Blindleistungsregelung
- NIS2: Europäische Anforderungen an das Cyberrisikomanagement und die Meldung erheblicher Sicherheitsvorfälle
- NERC CIP: Cybersicherheitsanforderungen für relevante Systeme des nordamerikanischen Verbundnetzes
Bereit für hybride Erzeugungsanlagen
Der Bereich der erneuerbaren Energien entwickelt sich hin zu hybriden Anlagen (Wind, Solar und Batteriespeicher kombiniert) mit netzbildenden Wechselrichtern. Digitalisierte Inbetriebnahmeprozesse, Echtzeit-Datenmanagement und integrierte Cybersicherheit helfen dabei, regulatorische Anforderungen zu erfüllen und dezentrale Erzeugungsanlagen zuverlässig und effizient zu betreiben.
Ihr Nutzen
Gesteigerte Effizienz
Schnellere Inbetriebnahmen und verkürzter Zeitaufwand für die Anlagen-Zertifizierung durch moderne Prüflösungen, digitalisierte Anlagendaten und Automatisierung.
Sicherer Netzbetrieb
Stellen Sie die Einhaltung der Netzanschlussrichtlinien sicher und minimieren Sie das Risiko, dass lokale Störungen zu größeren Netzausfällen führen.
Langfristige Netzstabilität
Kontinuierliches Monitoring und frühzeitige Fehlererkennung erhöhen die Verfügbarkeit und damit die Wirtschaftlichkeit Ihrer Anlagen.
Wie können wir die Inbetriebnahme von großen Solarparks beschleunigen?
Durch Automatisierung der Schutzprüfungen mit Hilfe unserer vordefinierten PTL-Pürfvorlagen (Protection Testing Library). Darüber hinaus bietet die Kombination von CMCheck RE mit dem CMC 310 eine maßgeschneiderte Lösung für die einfachste Art Netz- und Anlagenschutz (NA-Schutz) zu prüfen. Das ARCO 400 eignet sich ideal für Standorte dezentraler Erzeugungsanlagen (DEA), die über Recloser angeschlossen sind. Messungen der Stationserde führen Sie am besten mit dem COMPANO 100 durch.
Können wir das Low-Voltage-Ride-Through-Verhalten (LVRT) zuverlässig prüfen?
Ja. Mit RelaySimTest lassen sich LVRT-Szenarien mithilfe dynamischer Netzsimulationen realitätsnah und reproduzierbar prüfen. So können Sie die korrekte Reaktion der Schutz- und Regelungssysteme verifizieren, ohne die reale Anlage unnötig zu belasten. Prüfung von Einzelnen Geräten ist mit den Geräten der CMC Familie möglich.
Wie können wir Prüf- und Wartungsdaten für räumlich verteilte Betriebsmittel zentral verwalten?
Mit ADMO, PTM DataSync und CORTEX Grid stehen verschiedene Lösungen für die strukturierte Verwaltung von Prüf-, Wartungs- und Betriebsmitteldaten zur Verfügung. ADMO unterstützt insbesondere das Wartungsmanagement von Schutzsystemen, während PTM DataSync und CORTEX Grid auf die Synchronisierung, Auswertung und Berichterstellung von Daten zu Primärbetriebsmitteln ausgerichtet sind.
Wie können wir Cyberbedrohungen in unseren erneuerbaren Erzeugungsanlagen frühzeitig erkennen?
Mit zunehmender Vernetzung steigt auch das Risiko von Cyberangriffen. StationGuard überwacht die Kommunikation im OT-Netzwerk passiv und erkennt verdächtige Aktivitäten, unzulässige Zugriffe und Fehlkonfigurationen, ohne den laufenden Betrieb zu beeinträchtigen. So lassen sich potenzielle Bedrohungen frühzeitig erkennen.
Wie behalten wir die Cybersicherheit geografisch verteilter Standorte im Blick?
Mit StationGuard können Sie die OT-Netzwerke Ihrer entfernten Standorte kontinuierlich monitoring. Die Lösung erkennt verdächtige Aktivitäten und unzulässige Kommunikationsvorgänge und übermittelt entsprechende Alarme über die vorhandene Fernverbindung an eine zentrale Stelle. So behalten Sie auch geografisch verteilte Anlagen im Blick