Sichere Zeitmessungen an Leistungsschaltern mit beidseitiger Erdung
13. August 2026
In der Formel-1-Saison von 2023 dauerte ein durchschnittlicher Boxenstopp zwei bis drei Sekunden. Zugegeben, so schnell ist unser Service Hub in Klaus noch nicht, doch dafür fahren bei uns tatsächlich gelbe Boxen in die Boxengasse, um die Prüfgeräte in ihrem Inneren kalibrieren, adjustieren oder auch reparieren zu lassen. Dieses Service-Konzept rollen wir nun weltweit aus.
Anfang 2021 eröffnete der erste OMICRON Service Hub an unserem Hauptsitz in Klaus. Ziel dieses Pilotprojektes war es, einen One-Stop-Shop für sämtliche Service- und Reparaturanfragen zu schaffen. Neben dem Hub-Design mussten dafür vor allem Prozesse geschaffen werden, bei denen sämtliche Arbeitsschritte perfekt aufeinander abgestimmt sind – ähnlich, wie es bei einem Boxenstopp der Fall ist. Knapp drei Jahre später ist die Testphase abgeschlossen und das Konzept wird nun zur Blaupause für zahlreiche weitere Standorte weltweit.
Eines der wichtigsten Ziele bei der Konzeption der Service Hubs war es, Service-Aufträge schneller und effizienter abwickeln zu können. Um das zu ermöglichen, mussten die Hubs vollkommen unabhängig vom Tagesgeschäft agieren. Auch unternehmensweite Großprojekte sollten keine Auswirkungen auf die Hubs haben, sodass unsere Kund:innen stets gleichbleibende Servicequalität erwarten können“, erzählt Roman, Verantwortlicher des Service Hubs in Klaus. „Wir arbeiten autonom. Unser Team kümmert sich nicht nur um die technische Durchführung aller Services, sondern auch um die gesamte Abwicklung. Von der Auftragsabklärung bis zur Logistik – egal, ob es sich um eine Kalibrierung, eine Adjustierung, eine Reparatur oder einen individuellen Service-Auftrag handelt. Auch um Rückfragen kümmern wir uns selbst. Es kann zum Beispiel vorkommen, dass ein Prüfgerät ohne Fehlerbeschreibung bei uns eintrifft. Dann halten wir Rücksprache mit den Kund:innen, um das Gerät so schnell wie möglich wieder einsatzfähig zu machen. Von ihrer Ankunft bis zum Rückversand verbringen Geräte durchschnittlich fünf Werktage bei uns im Hub.
„Eines der wichtigsten Ziele bei der Konzeption der Service Hubs war es, Service-Aufträge schneller und effizienter abwickeln zu können.“
Roman Novak
Process Manager, OMICRON
Ermöglicht wird diese rasche Serviceleistung vor allem durch gezielte Standardisierung. Jeder Serviceauftrag folgt einem präzise geplanten Ablauf. Neben den Prozessen wurden auch die Arbeitsplätze standardisiert. In jedem Service Hub der Welt stehen Mitarbeitenden die gleiche Infrastruktur und das gleiche Equipment zur Verfügung – die gleichen Werkzeuge, die gleiche Software und natürlich auch die gleichen Ersatzteile. Unabhängig davon, ob ein Teammitglied im Service Hub Klaus, im Ende letzten Jahres eröffneten Service Hub in Houston oder in einem der zukünftigen Hubs in Asien oder Australien arbeitet, es soll sich immer wie ein Heim-Grand-Prix anfühlen.
Neben der Standardisierung spielt natürlich auch die Verteilung zukünftiger Standorte eine signifikante Rolle bei der Optimierung von Servicezeiten. So müssen beispielsweise Prüfgeräte zur Adjustierung nicht mehr nach Klaus geschickt werden, sondern können direkt vor Ort geeicht werden. Zu diesem Zweck werden alle Service Hubs mit klimakontrollierten Räumen inklusive Multi-Test-Towern ausgestattet.
Damit Sie einen Blick hinter die Kulissen des Service Hubs in Klaus werfen können, haben wir ein kurzes Service-Hub-Vorstellungsvideo für Sie vorbereitet. Viel Spaß beim Schauen.