State Sequencer

Ermittlung von Reaktionszeiten und Zeitbezügen durch sequenzielle Abläufe definierter Zustände

State Sequencer ist ein äußerst flexibles Prüfmodul zum Bestimmen von Reaktionszeiten und zur Bewertung zeitlicher Abfolgen. Grundlegendes Element im State Sequencer sind einzelne Zustände von Ausgangsgrößen (definiert durch Amplitude, Phase und Frequenz der Spannungen und Ströme und den Zustand der Binärausgänge), die zu Prüfsequenzen aneinander gereiht werden. Eine definierte Sequenz kann auch als Schleife mehrmals nacheinander ausgegeben werden. Die Weiterschaltung zum jeweils nächsten Zustand kann durch das Ablaufen einer eingestellten Zeit, das Eintreten einer Triggerbedingung an den Binäreingängen des CMC oder durch einen GPS- oder IRIG-B-Synchronisierimpuls erfolgen (z.B. bei synchronisierter End-To-End-Prüfung mit mehreren CMC-Geräten). Eine statische Ausgabe von einzelnen Zuständen ist ebenfalls möglich.

 

Definition einzelner Zustände

Innerhalb eines Zustands können alle konfigurierten Prüfsignale (Spannungs- und Stromausgänge) des Prüfgerätes unabhängig voneinander in Amplitude, Phase und Frequenz eingestellt werden. Neben der direkten Eingabe der einzelnen Spannungen und Ströme erlaubt die integrierte Funktion „Fehlerberechnung“ auch eine automatische Berechnung der Prüfgrößen. Diese können als Fehlerwerte, Leistungswerte, symmetrische Komponenten oder Impedanzen (mit Fehlermodell konstanter Prüfstrom, konstante Prüfspannung oder konstante Speiseimpedanz) eingegeben werden. Für Distanzschutzrelais können Prüfpunkte direkt in der interaktiven Impedanzebene definiert werden, welche die Sollkennlinie des Prüfobjekts enthält.

 

Messung

Um den korrekten Betrieb des Relais zu überprüfen, lassen sich Zeitmessbedingungen definieren. Für jede Messbedingung können dabei eigene Reaktionszeiten und Toleranzen angegeben werden, was eine vollständig automatische Bewertung der Prüfergebnisse ermöglicht. Liegt die gemessene Zeit innerhalb des Toleranzbereichs, gilt die Prüfung als „bestanden“, andernfalls als „nicht bestanden“. Neben den Zeitmessungen (Triggerung erfolgt immer durch ein Ereignis, z.B. eine Auslösung) können auch Pegelbewertungen vorgenommen werden. Eine Pegelbewertung wird als positiv betrachtet, wenn während eines bestimmten Zustands definierte Zustände der mit den Binäreingängen verbundenen Relaisausgänge logisch „wahr“ sind.

 

Protokollierung und Bewertung

Die Messbedingungen werden in einer Tabelle dargestellt. Nach der Prüfung enthält diese Tabelle für jede Messbedingung sowohl die gemessene Zeit und die Abweichung, als auch die automatische Bewertung des Ergebnisses (OK oder nicht OK). Als Hilfsmittel bei der Untersuchung der Reaktionen des Relais können alle Zustandsgrößen (Spannungen, Ströme, Binäreingänge) über den Zeitverlauf auch grafisch angezeigt werden. Dabei lassen sich die Signale einzeln ein- und ausblenden und können mit Hilfe der Zoom-Funktion für eine nähere Untersuchung bestimmter Zeitpunkte vergrößert dargestellt werden. Die variablen Datenmarker ermöglichen eine genaue Anzeige von Signalwerten zu bestimmten Zeitpunkten.

Dieses Modul ist Teil der Software Test Universe. Weitere Informationen zu Test Universe finden Sie auf der Produktseite.

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